Direkt zum Hauptbereich

Luke Noa wurde auf seiner neuen Single das Lächeln gestohlen

Luke Noa kehrt mit seiner neuen Single "Your Smile Should Have Been Mine" zurück.

Foto: Stefan Kraupner


Vor zwei Wochen hat Luke Noa beim egoFM Fest in München gespielt. Dort durfte sein neuer Song "Your Smile Should Have Been Mine" Weltpremiere feiern. Seit der Track am Freitag offiziell herausgekommen ist, wurde er dir bestimmt schon über die wichtigsten Indie-Playlists in den Gehörgang gespült.

Playlist-Dauerbrenner

Obwohl Luke Noa seit einigen Monaten keine neue Single mehr veröffentlicht hat, sind seine letzten von dort nicht verschwunden. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass jemals ein anderer Song als "Roccastrada" am Anfang der "Van Life"-Playlist thronen durfte. Aber einen besseren Roadtrip-Soundtrack gibt's auch fast nicht. Mit "Your Smile Should Have Been Mine" liefert Luke Noa jetzt den nächsten Song für glückliche Autofahrten.


Aber wer ist der Mann hinter den treibenden Melodien?

Luca Göppert, wie Luke Noa bürgerlich heißt, kommt ursprünglich aus Biberach in Baden-Württemberg. Aufgewachsen in der Schweiz kehrte er später wieder nach Biberach zurück, wo sein Talent auf einer Musikschule gefördert wurde.
Mit seiner Band Luke Noa and the Basement Beats hat er es durch Band-Contests heraus aus der süddeutschen Kleinstadt auf die großen Bühnen des Landes geschafft und wohnt inzwischen in Berlin. Nach seinen ersten EPs Adaption und Bleach ist "Your Smile Should Have Been Mine" der Auftakt zum nächsten Kapitel - was auch immer Luca da in den letzten Monaten ausgetüftelt hat.

"Your Smile Should Have Been Mine"

Geschrieben hat er die Single im letzten Frühling, gemeinsam mit seinem Produzenten Alex Sprave und Fil Bo Riva, dessen Vocals man im Hintergrund erahnen kann. Am Anfang war da nur ein Satz: Your Smile Should Have Been Mine. Den haben die drei dann zu dem entwickelt, was der Song jetzt ist. 
I don't really know what this song is about yet, but I have this one phrase I really love, that's been waiting in my head for a really long time - Luke Noa
Schon die ersten Sekunden des Songs definieren, wohin er will: nach vorne. Der energetische Drum-Beat und die fröhlich wabernden Synthies weisen uns die Richtung, bevor Luke Noa die Frage stellt "Do you want it?". Wem? Sich selbst. In "Your Smile Should Have Been Mine" werden wir Zeuge eines inneren Monologs, in dem Luke sich selbst hinterfragt und nach den eigenen Fehlern sucht. Er beschreibt das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben, nur um am Ende dann trotzdem mit leeren Händen zurückgelassen zu werden. 

In "Your Smile Should Have Been Mine" trifft die musikalische Leichtigkeit auf einen Moment der Ratlosigkeit und wird so zur Indie-Hymne für Verlierer - im positivsten aller Sinne.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Interview: Ottolien im "Gezeitenland"

Foto: Christian Bardenhorst Ottolien - das sind die Brüder Leonard (Singer-Songwriter, Gitarre) und Jonas (Rapper, Produzent) aus dem kleinen Örtchen Schieder-Schwalenberg bei Detmold, mittlerweile leben sie in Hannover. Gemeinsam produzieren die beiden eine Mischung aus Rap- und Popmusik und setzen dabei besonders auf Synthesizer-Klänge und vielschichtige Lyrics.  Am Freitag ist ihre zweite EP Gezeitenland herausgekommen. Die enthält unter anderem ein genderneutrales (Liebes-)Lied sowie vier weitere Songs mit Unterwasserästhetik. Ich habe mich mit den beiden übers Musikmachen, ihre Liebe zu SpongeBob und Winterdepressionen unterhalten. Ihr habt beide schon als Kinder angefangen Musik zu machen und seid dann erstmal auch musikalisch eure eigenen Wege gegangen. Zusammengefunden habt ihr dann wieder nach einem Pop-Kurs in Hamburg – wie kam das, dass ihr dann zusammen weitergemacht habt und nicht solo? Leo: Das war eine Mischung aus Eigeninitiative und durch die Menschen um uns ...

BROCKHOFF im Interview zu "Sharks"

BROCKHOFF hat heute ihre Debüt-EP Sharks veröffentlicht. Unaufgeregter Indie-Rock ist wohl die passendste Umschreibung für den Sound, den die Newcomerin mit ihren ehrlichen, nahbaren Texten verfeinert. Ich habe mich mit Lina zum Interview getroffen und sie zu ihrem Songwriting, den  neuen weiblichen Indie-Rockerinnen und ihrer Verbindung zum ADAC befragt. Foto: Charlotte Krusche Kannst du mal deinen musikalischen Weg beschreiben, von Lina, die Klavierunterricht hatte, bis zu der Lina, die jetzt die erste BROCKHOFF-EP veröffentlicht? Ich habe mit acht Jahren angefangen Klavierunterricht zu nehmen und mich irgendwann immer mehr für Popmusik interessiert. Dann habe ich begonnen, mir Gitarre beizubringen und eigene Songs zu schreiben und bin ich immer mehr auf der Gitarre hängen geblieben. Lange Zeit war ich solo unterwegs und habe Singer-Songwriter-Musik gemacht. 2018/2019 war ich sehr viel auf Tour und habe in kleinen Clubs Konzerte gespielt.   Nach meinem Abitur 2020 bin ich na...

Daisy the Great talking about "All You Need Is Time"

Daisy the Great are among the lucky bands whose song went viral on TikTok. Today, the New York duo of Kelley Nicole Dugan and Mina Walker released their second album All You Need Is Time . An album full of heartfelt harmonies and intimate, sensitive lyrics.  Foto: Kristin Chalmers I had the chance to meet Kelley before the release and talk to her about the band's genesis, creativity, social media and their attitude towards time. You met in college, where you both studied acting. Daisy the Great didn't come about until you were writing a musical about a fictional band.  How long did it take for you to realize, that you could do this in real life?   We probably have been working on the musical for a couple of months, but we wrote the whole script before most of the music because we were just trying to figure out, where it was gonna go. And then, when we were working on the band's music, we started by pulling from songs, that we'd already written on our own. In working ...